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Mantrischer Gesang

Die ursprüngliche Bedeutung des lat. Wortes cantare ist nicht „singen“, sondern „beschwören“, „zaubern“. Die spanische Vokabel encantamiento mit der Bedeutung „Entzücken“, „Verzauberung“ weist genauso wie das engl. Wort enchantment auf die Macht des Gesanges hin, mit der das Bewusstsein erweitert werden kann, um in Kontakt zu den Schwingungsfeldern anderer Welten zu treten (→ Bewusstseinszustände). In… weiterlesen »

Mantra

Mantra (Sk. „heilige Silbe“) „Am Anfang war der Wind. Durch sein Wirbeln bildete er die Urformen und den Urgrund der Welt. Dieser Wind tönte, und also war es der Ton, der die Stoffe formte. Durch das Tönen der ersten Urformen, des Urgrunds, entstanden weitere Formen, die ihrerseits kraft ihres Tönens neue Gestalten hervorbrachten. Der Ton… weiterlesen »

Mani, Manichäismus

Eine weitere bedeutende Linie der gnostischen Überlieferung (→ Gnosis) ist die Religion des persischen Weisen Mani (ca. 216-276). Schon in seiner Jugend hatte Mani Offenbarungserlebnisse. Reisen in den Osten brachten ihn in Kontakt mit dem → Buddhismus. Mani sah die Beschränkungen dieser Religionen, die nur in einzelnen Sprachen und für einzelne Völker Verbindlichkeit besaßen, und… weiterlesen »

Mandala

Mandala (Sk. „Kreis“, „Bogen“) Im → tibetischen Buddhismus symbolische Darstellung kosmischer Kräfte in zwei- oder dreidimensionaler Form, meistens auf Tangkas dargestellt. Mandalas sind Meditationshilfen und Vorlagen für bestimmte Visualisierungen. Sie werden als eine durch die → Meditation bewirkte Gesamtschau zahlreicher unterschiedlicher Elemente verstanden. Augenscheinliches Chaos und unübersichtliche Komplexität werden zu einem Muster und einer natürlichen… weiterlesen »

Malamati

Viele freie Derwische wurden außer von hinduist. Strömungen auch vom Malamatitum beeinflusst, einer mystischen Sekte, die vom 9. bis zum 11. Jh. im iranischen Nishapur entstand. Das Heil der Malamatis (türk. melami) lag damals in der Bereitschaft, die Geringschätzung und Demütigung durch die Mitmenschen, denen der mystische Weg suspekt ist, zu ertragen. Diese Haltung wandelte… weiterlesen »

Mala

Mala (Sk. „Rose“, „Kranz“) Auch japamala genannt. Gebetskette mit 108 Rudraksha- oder Tulasiperlen (Baumsamen), die gewöhnlich beim japa, dem Wiederholen von Gebetsformeln oder → Mantras, benutzt wird. Die Kettenglieder können aus vielerlei Materialien bestehen: natürlichen Samen, geschnitzten Perlen aus Holz, Schneckenschalen, Knochen. Der Gebrauch von Malas ist bis zur Steinzeit (Grabfund von Mehrgat) zurückzuverfolgen (ca…. weiterlesen »

Mahayana

Mahayana (Sk. „der weite Weg“) Bildete das Bodhisattva-Ideal aus, bei dem nur die Befreiung aller Wesen die endgültige Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten ermöglicht (→ Reinkarnation). Es entwickelte sich die Idee, dass jeder Mensch die Buddhaschaft in sich trägt. „Als die Idee der Bodhisattvaschaft immer mehr an Bedeutung gewann, war die strenge monastische Abgeschlossenheit… weiterlesen »

Maharishi Mahesh Yogi

Maharishi Mahesh Yogi (Mahesh Prasad Warma) Schüler von Guru Dev (Shankaracharya von Jyotir Math). Er gründete 1958 die Spirituelle Erneuerungsbewegung, deren Ziel es ist, „die direkte Erfahrung des reinen Bewusstseins jedem Menschen in der Welt durch die einfache, natürliche und mühelose Technik der Transzendentalen Meditation“ (TM) nahe zu bringen. Seither wurden in aller Welt Meditationszentren… weiterlesen »

Mahamudra

Mahamudra (Sk. „das große Siegel“) Meditationstechnik der Kagyüpa-Richtung des → tibetischen Buddhismus und soll in die Leere (→ Shunyata) oder das → Nichtsein führen und dadurch in die Freiheit vom Kreislauf der Geburten. Gleichzeitig lehrt Mahamudra auch die Einheit aller Erfahrungen. Die Mahamudra-Lehre wurde von dem Yogi und Übersetzer Marpa (1012-1097) an seinen Schüler Milarepa… weiterlesen »

Magische Symbole und Objekte

In allen spirituellen Richtungen und Glaubenssystemen werden Symbole und Objekte dazu benutzt, mit geistigen Kräften, Gottheiten, Ahnen, → Geistern und → Dämonen in Verbindung zu treten, sie zu beschwören oder gegen sie zu wirken. Die Symbole und Objekte wirken nur in einem rituellen Zusammenhang, der sich auf den Kontext des → Bewusstseinsfelds bzw. des Glaubenssystems… weiterlesen »

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