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Basho, Matsuo

Basho, Matsuo (1644-1694) Begründer der klassischen japan. Haiku-Dichtung im Sinne des → Zen. Sein Lebensmotto: „Suchet nicht das Wissen der alten Weisen, sondern das, was sie selbst gesucht haben.“ Eines seiner Haikus lautet: „Kommt! Lasst uns den Schnee betrachten, bis auch wir zu Boden fallen.“ „Vom Zen durchdrungen fingen seine Haikus auf unvergleichliche Weise den… weiterlesen »

Bodhisattva

Bodhisattva (Sk. „Erleuchtungswesen“) Im → Mahayana ein Mensch, der durch die systematische Ausübung der buddhist. Meditationspraxis und der Vervollkommnung seiner Tugenden (Paramita) die Buddhaschaft anstrebt, jedoch so lange auf das Eingehen ins vollständige → Nirwana verzichtet, bis alle anderen Wesen erlöst sind. Ein Boddhisattva leistet tätige Hilfe und ist bereit, das Leid aller Wesen auf… weiterlesen »

Bauhütte

Die Bauhütte als Institution entstand gegen Ende des 12. Jh. Steinmetzen und Maurer samt Gesellen und Lehrlingen waren an eine Hüttenordnung und die Geheimhaltung der Kunstregeln gebunden, aber frei von allen Verpflichtungen gegenüber der jeweiligen Kirchengemeinde. Es gibt Hinweise darauf, dass bestimmte Bauhütten und Kunstschulen das Wissen um „objektive“ oder spirituelle Qualitäten der → Kunst… weiterlesen »

Bogenschießen als → Zen-Disziplin

Zen lehrt, Leben und Tod nicht getrennt zu sehen. Zen ist die Lehre der Nichtunterscheidung. Beim Bogenschießen wie bei anderen Kampftechniken innerhalb des Zen wie → Kendo oder Kung-Fu (→ Kampfsport) geht es um das Wesen der Meisterung einer Methode, den do, den spirituellen Weg, der körperliche Geschicklichkeit mit geradliniger Entschlossenheit und Entscheidungskraft verbindet. Die… weiterlesen »

Bede Griffiths

Bede Griffiths (1906-2002) Wurde in einer mittelständischen engl. Familie geboren und studierte in Oxford, wo er ein enger Freund des engl. Mystikers, Sciencefiction- und Kinderbuchautors C. S. Lewis („Narnia“) und anderer Literaten wurde. Er wurde Katholik und trat in ein Benediktinerkloster ein, um sein Leben Studium und Gebet zu widmen. Seiner Neigung zur indischen Philosophie… weiterlesen »

Böhme, Jakob

Böhme, Jakob (1575-1624) Protestantischer Mystiker. Er wurde bekannt durch seine Schrift „Die Morgenröte im Aufgang“, später „Aurora“ genannt, in der er der in Natur und Kosmos ausgebreiteten Gottesweisheit näher kommen wollte, um die „Signaturen“ zu entziffern, die allem Sichtbaren anhaften. Darin folgt er Paracelsus (→ Gnosis, → Magie). Böhme beschreibt seine Erfahrung als Theosophie, als… weiterlesen »

Beelzebub

Beelzebub (hebr. „Herr der Fliegen“) Ursprünglich war Baal, der bei uns auch als Beelzebub bezeichnet wurde, eine → demiurgische Gottheit, die im Judentum wie alle alten Götter als → Dämon (griech. daimon), d.h. eine geisterhafte, unheimliche Macht, verteufelt wurde. In „Beelzebubs Erzählungen für seinen Enkel“, dem Opus magnum von G.I. → Gurdjieff, wird der Begriff… weiterlesen »

Bön

Bön (tibet. „Herbeirufen“) Alte schamanische Lehre (→ Schamanismus), die vor dem Aufkommen des Buddhismus in Tibet existierte und später in den tibet. Buddhismus insbesondere in die Lehren der Nyingmapas (→ tibetischer Buddhismus) integriert und transformiert wurde. Wie bei anderen schamanischen Methoden geht es dem Bön unter anderem darum, die Geister herbeizurufen, sie zu zähmen oder… weiterlesen »

Brahma, Brahman

Im frühen vedischen → Brahmanismus wurde das letztendlich Göttliche, brahman, ohne Qualitäten (nirguna) gesehen und daher jenseits menschlichen Denkens und war durch keine persönliche Verehrung erreichbar. Die upanischadische Präsentation (→ „Upanischaden“) von Brahma als mentalem Vorstellungsbild des abstrakten Brahman löste vorübergehend ein Problem der monotheistischen Theorie, doch durch die Kulte um Vishnu (→ Bhakti-Yoga) und… weiterlesen »

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